Systeme, Menschen und Organisationsentwicklung

25. März 2015 - Ralf Hildebrandt

Unsere „Theorieposts“ helfen Interessierten unsere vernetzte Welt auf der Basis von Unterscheidungen besser zu verstehen. Es lohnt sich, das Denken in Netzwerken zu üben.
Vielleicht wollen Sie dazu auch den Post vom 24.3. goutieren. Vielleicht ist das ja auch schon geschehen: http://dynamikrobust.com/was-ist-ueberhaupt-ein-system/ Das ist der erste Teil.

Natürlich können Sie auch weiterlesen. Das funktioniert auch. Oder sich den Zündfunken hier anhören (10 min). Oder beides: 

Systeme bestehen nicht aus Menschen, sondern aus Kommunikation. Sie organisieren Kommunikation. Mit Inhalt können sie nichts anfangen. Und Systeme funktionieren nur, wenn es in deren Umgebung „Bewusstseine“ (Menschen) gibt. Die können das System nicht willentlich beeinflussen. Nur beobachten.

Systeme sind äußerst sensibel für alles, was in der Umgebung passiert. Allerdings ist das einzige Kriterium nach welchem ein System reagiert die Fortsetzbarkeit. Die Reaktion gründet sich immer auf die Frage wie es sich fortsetzen kann. Obwohl sich gerade eben in der Umgebung etwas geändert hat.

Systeme reagieren also auf alles Mögliche – allerdings nicht kausal. Ein System kann Change Management Befehle nicht ausführen. Es kann mangels Bewusstsein menschlichen Gestaltungswillen nicht prozessieren. Oft wird das verwechselt, wenn man entdeckt, dass sich Menschen anders verhalten. Change kann man natürlich spielen. Man kann ja sein Verhalten ändern. Auf der Hinterbühne bleibt jedoch alles beim Alten.

Jedes System benötigt unendlich viele Bedingungen, damit es existieren kann. So gehört Geld zum System der Wirtschaft. Oder auch die Menschen gehören zur notwendigen Umgebung vieler Systeme.

Nur Menschen können erkennen, ob ein System nicht optimal an die Zukunft angepasst ist. Das System würde bis zum Untergang so weitermachen wie bisher. Man müsste den Anpassungsprozess dann beschleunigen. Oder zumindest verbessern. Dynamikrobuste Organisationsentwicklung bedeutet deshalb gerade nicht zu versuchen, das System zu ändern. Sondern nach den Stellen darin zu suchen, die bereits angepasst sind und diese „Höchstleistungsinseln“ zu nutzen. Man muss seine eigene Organisation als Jagdhund nutzen, damit sie helfen kann, Wege in die Zukunft zu finden. Wie? Am besten mit List und Tücke (das war jetzt ernst gemeint).

Über List und Tücke gibt es demnächst mehr.  

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Foto: SonntagsFotograf, „one Woman“, CC-Lizenz (BY 2.0) http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/de/deed.de www.piqs.de

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