Der Prophet

24. Juni 2022 - Ralf Hildebrandt

Liebe Leserinnen, werte Leser, 

kennen Sie das Gefühl als Prophet im eigenen Lande nichts zu zählen?

Man schiebt seinen Frust dann gekränkt auf die, die die eigene Innovationskraft nicht anerkennen wollen. Um dann zu allem Überfluss irgendwann feststellen zu müssen, dass irgendwelche dahergelaufenen Berater genau dasselbe erzählen und das dann mit einem Mal höchst beeindruckend erscheint. 

Dass der Prophet im eigenen Land nichts zählt, liegt weniger am ignoranten Charakter uneinsichtiger Vorgesetzter und Kolleginnen, die die Botschaft nicht hören wollen. Sondern einfach nur an der Entfernung des Propheten. Der eigene Prophet ist nahe. Unbewusst sieht man in ihm immer auch die Probleme, die er einem machen könnte – Innovation ist schließlich kein Vergnügen. Wenn der Prophet hingegen weit weg ist, kann man es sich leisten nur die positiven Aspekte seiner Prophezeiung zur Kenntnis zu nehmen. Und alle damit verbundenen Schwierigkeiten (die Neues immer mit sich bringt) zu ignorieren.

Soll heißen: dass man mit seinen Ideen nicht so wertschätzend zur Kenntnis genommen wird, wie man das vielleicht erwarten dürfte, liegt oft nur an der Entfernung. 

Bis übernächste Woche!

 

 

 

 

 

 

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