Von Menschen und Maschinen
11. September 2026 - Ralf Hildebrandt
Liebe Leserinnen und Leser,
um über die Kopplung von Menschen und Maschinen nachzudenken, zum Beispiel im Kontext der Entwicklung (s)eines Unternehmens, sind zwei Denkwerkzeuge aus Gerhard Wohlands Werkzeugkasten besonders hilfreich. Zum einen die Leitunterscheidung kompliziert/komplex (oder blau/rot, wie sie hier beschrieben ist), und zum anderen die Unterscheidung von Wissen und Können (die zuletzt im Beitrag vor vier Wochen zum Einsatz kam). Wenn die beiden nicht zur Verfügung stehen, lauern gefährliche Denkfallen. Zwei Beispiele:
- Wenn die Unterscheidung kompliziert/komplex nicht zur Verfügung steht, wird übersehen, dass Maschinen nur den komplizierten (oder blauen) Teil einer Unternehmensfunktion übernehmen können. Man glaubt, Maschinen könnten jede Aufgabe übernehmen. Irgendwann, vielleicht schon bald.
- Wenn die Unterscheidung von Wissen und Können fehlt, dann wird geglaubt, dass die Welt nur aus Wissen besteht, und sich alle Probleme mittels Wissen lösen lassen. Auch solche, für die es, weil neu, noch gar kein Wissen geben kann (man muss es erst erzeugen, und dafür braucht es Können, was zum Beispiel hier beschrieben war).
Und wenn man glaubt, dass die Welt nur aus Wissen besteht, welches sich die Maschinen gerade in rasanter Geschwindigkeit aneignen, dann scheinen Menschen immer unwichtiger zu werden, weil die Arbeit bald nur noch von Maschinen gemacht wird.

Das Gegenteil ist der Fall, was Dr. Helfried Schmidt, unter anderem Chefredakteur des PT-Mittelstandsmagazin, hier wunderbar beschrieben hat, weshalb ich mir die Arbeit sparen kann 😉
Bis übernächste Woche!
Der Inhalt des Posts ist lizenziert CC-BY-NC-ND. Er kann gerne jederzeit unter Namensnennung und Link zu nicht-kommerziellen Zwecken genutzt werden. Bildnachweis: Foto von Andy Kelly auf Unsplash
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