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Menschen können sich nur beobachten – aber nichts austauschen. Das einfache „Sender-Empfänger-Modell“ erklärt nicht, warum Menschen stundenlang miteinander reden können, aber sich nicht verstehen.

Starke Leute haben keine Probleme – sie haben Herausforderungen. Das Auswechseln von Begriffen ändert nicht die Welt. Mit was beschäftigt man sich den ganzen Tag, wenn man keine Probleme hat? Was ist ein Problem?

Digitalisierung ist Rationalisierung. Seit 150 Jahren ist ein Grundproblem der Wirtschaft die Verbilligung der Wertschöpfungsprozesse. Ein Mittel dazu ist die Unterstützung durch Technologie. Alle 10 Jahre erhält das Problem einen neuen Modebegriff.

Wie Menschen miteinander umgehen, kann man sehen. Das ist die Vorderbühnenkultur. Die Atome der zweiten Kultur sind die Werte. Diese Hinterbühnenkultur ist mit Gefühlen verbunden und nicht austauschbar.

Ein Experte weiß etwas – Wissen. Das ist der Verstand. Die andere Seite vom Wissen ist das Können. Ein Talent wird sichtbar, wenn eine Person das passende Gefühl für ein Problem entwickeln kann.

Probleme werden meist so formuliert, dass man sie nicht verstehen kann. Das hat seinen Grund. Selbst triviale Fakten werden immer aus verschiedenen Interessenlagen interpretiert. Ein falsch verstandenes Problem bleibt unlösbar.

Moral kann in der Wirtschaft keine Rolle spielen – das heißt aber nicht, die Wirtschaft sei unmoralisch. Wirtschaft ist amoralisch. Sie kann (als Sozialsystem) gut von schlecht nicht unterscheiden.

Normale Workshops sind ideenfeindlich. Braucht man eine Idee, muss man am Ende eines Workshops auf die Maßnahmenliste verzichten. Das menschliche Gehirn produziert Ideen nur in einer Krise. Normale Workshops sind der Versuch, Krisen zu vermeiden.

Moral hat ein positive und ein negative Funktion. Argumentiert man moralisch, setzt man sein Gefühl ein. Moraldesinfektion unterscheidet zwischen der Inanspruchnahme von Moral und dem Anspruch, etwas verstehen zu wollen.

Die Matrixorganisation ist kein Organigramm. Sie stellt keine Machtverhältnisse dar, sondern eine marktinterne Beziehung. Sie ist das Treibhaus dynamikrobuster Wertschöpfung.

Wirtschaft entsteht immer erst dann, wenn beide Seiten – Lieferanten und Kunden – eine Alternative haben, um ein Geschäft zu machen. Nur im Konfliktfall wird der Wert einer doppelten Kontingenten Schnittstelle zwischen Kunde und Lieferant sichtbar.