Festhalten!

2. Juni 2016 - Ralf Hildebrandt

Viele Probleme sind so verzwickt, dass es einem regelrecht die Sprache verschlägt. Man findet nicht die richtigen Worte. Es gelingt kaum, aus einer Vielzahl von Themen zu abstrahieren. Und man endet so bei einer Liste mit 46 To Dos. Überlastung. Will man die Welt heute verstehen, benötigt man eine Basis neuer Begrifflichkeiten. 

Die hier angebotenen Denkwerkzeuge bieten viele Begriffe, die man so nicht alle Tage zu lesen bekommt. Das ist kein Marketing. Sondern notwendig, um zu verstehen.

Begriffe sind Griffe, mit welchen die Wirklichkeit bewegt werden kann (Brecht).

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Um Wirklichkeit zu bewegen, müssen die Griffe etwas aushalten können. Da sich die Wirklichkeit ständig verändert, braucht es immer wieder neu passende Begriffe. Was heute jedoch meist benutzt wird, sind die erfolgreichen Begriffe der tayloristischen Vergangenheit. Damit kann man weder mit den Problemen, noch mit den Chancen dynamischer Wirtschaft umgehen.

Erst mit zeitgemäßen Begriffen (einer Theorie) kann sich ein Selbstverständnis entwickeln, damit Komplexität in Gebrauch genommen werden kann. Erst wenn die Welt ausreichend begriffen ist, kann in eigenem Interesse gehandelt werden. Ohne diese „Aufklärung“ ähnelt ein Unternehmen einem Korken auf dem Wasser. Es bewegt und verändert sich ständig – handelt aber nicht.

Eine nützliche Analogie ist die geschichtliche Epoche der Aufklärung. 

Die Wandlung der feudalen Gesellschaft in eine Industrielle war mit der Epoche der Aufklärung verbunden. Beide waren aufeinander angewiesen und erzeugten sich gegenseitig. Im Feudalismus arbeiteten die Bauern auf dem Feld des Fürsten, der ihnen aus Gnade einen Teil seines Korns überließ. Für die Bauern war diese Gnade des Fürsten die Voraussetzung für ihren Lebensunterhalt. Jahrhundertelang war mit diesem Denken Erfolg möglich.

Die groß-industrielle Wirtschaft benötigte und erzeugte eine andere Weltsicht. Heute heißt sie Taylorismus. Wie bekannt, ist auch dieser inzwischen nicht mehr zeitgemäß. 

Schauen wir also, dass wir ´was zum Festhalten finden.

Demnächst wieder hier, wenn es um „konstruktive Widerständigkeit“ geht. Dann wird es auch wieder greifbarer – versprochen. 

Bis nächste Woche!

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